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Qualifizierter Mietspiegel - Anforderungen

In einem Mietspiegel werden die ortsüblichen Mieten für eine Gemeinde, für Gemeindeteile oder mehrere Gemeinden gesammelt. Aus dem Mietspiegel soll möglichst die ortsübliche Vergleichsmiete für jede Wohnung abgelesen werden können. Ein qualizifierter Mietspiegel ist besonders beweiskräftig. 

Damit ein Mietspiegel als qualifiziert bezeichnet werden darf, gelten folgende Anforderungen:

  • Der Mietspiegel muss nach anerkannten wissenschaftlichen Grundsätzen erstellt worden sein.
  • Er muss von der Gemeinde anerkannt worden sein, oder sowohl von Vermietervereinigungen als auch von Mietervereinigungen gemeinsam anerkannt worden sein.
  • Er muss alle zwei Jahre aktualisiert werden, und alle vier Jahre neu erstellt werden.

Qualifizierter Mietspiegel - besonderes Gewicht für die Höhe ortsüblicher Mieten

Erfüllt ein Mietspiegel alle diese Voraussetzungen, dann hat er besonderes Gewicht: Es wird gesetzlich vermutet, also unterstellt, dass er tatsächlich die ortsüblichen Mieten wiedergibt. 

Wenn der Vermieter dagegen argumentieren will, so ist dies nicht einfach: 

Ein Vermieter, der eine höhere Miete verlangt als der örtliche qualifizierte Mietspiegel vorgibt, muss den (niedrigeren) Wert aus diesem Mietspiegel in seinem Mieterhöhungsschreiben ausdrücklich mitteilen, den Mieter darüber informieren. 

Hinweis

Ob vom Vermieter angeführte Gründe für eine höhere Miete als den im qualifizierten Mietspiegel angegebenen Wert für die Wohnung ausreicht, dazu sollten Sie sich rechtlich beraten lassen. 

  • Für die Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete müssen immer die wohnwerterhöhenden und auch die Merkmale Berücksichtigung finden, die einen Wohnwert senken. 

Wird ein Mietspiegel nicht als qualifiziert anerkannt, dann kann er immer noch als einfacher Mietspiegel einen Anhaltspunkt für die ortsübliche Miete geben. 



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