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Modernisierung - wirtschaftliche Härte - Berechnung Einkommen

Für die Beurteilung einer wirtschaftlichen Härte müssen zunächst alle Einkommen des Haushalts erfasst und alle Ausgaben gegenübergestellt werden. Daraus ergibt sich dann das verfügbare Einkommen. und es ist zu prüfen, ob die Mietbelastung nach Erhöhung noch zumutbar ist.

Ankündigung Modernisierung durch Vermieter - wirtschaftliche Härte - Einkommen berechnen

Wurde Ihnen eine Modernisierung angekündigt, dann müssen Sie innerhalb kurzer Frist prüfen und dem Vermieter mitteilen, dass die nach der Modernisierung zu erwartende Mieterhöhung für Sie zu einer wirtschaftlichen Härte führt.

Musterbrief - Finanzielle, wirtschaftliche Härte bei Modernisierung 

Wirtschaftliche Härte - Berechnung des verfügbaren Einkommen des Haushalts

Es müssen die Einkommen aller im Haushalt lebenden Personen erfasst werden.

Einnahmen z.B.:

  • Gehaltsabrechnung(en) für die Ermittlung des Nettoeinkommens der im Haushalt wohnenden Angehörigen o. andere Personen, einschließlich jährlicher Sonderleistungen
  • Steuerbescheid(e) (Selbständige / Freiberufler müssen das Einkommen der letzten drei Jahre nachweisen)
  • Rentenbescheid(e) (auch Invalidenrente(n), Waisenrente(n), Zusatzrente(n), usw.)
  • Unterhaltsnachweis(e)
  • Elterngeld
  • Kindergeld
  • Wohngeld (auch ein eventueller Wohngeldanspruch gehört zum anrechenbaren Einkommen)
  • ALG 1
  • Hartz IV, Grundsicherung, Bafög, Berufsausbildungsbeihilfen
  • sonstige weitere Einkünfte

Hieraus ergibt sich ein Gesamtbetrag der Einkommen.

Einnahmen, die nicht regelmäßig monatlich kommen, müssen auf eine monatliche Einnahme umgerechnet werden.

Damit haben Sie das durchschnittliche monatliche Einkommen.

Hinweis


Wenn sich nach der Mitteilung an den Vermieter Ihr Einkommen verändert, sollten Sie das für sich aufschreiben.

Lassen Sie sich fachkundig beraten, wann und wie Sie die Änderung vorbringen.

Wirtschaftliche Härte bei Modernisierung - Ausgaben ermitteln

Dann müssen die Ausgaben aller dieser Personen erfasst werden

Ausgaben z.B.:

  • Notwendige Fahrtkosten, z.B. für die Fahrt zur Arbeit
  • Aufwendungen für die private Altersvorsorge
  • Beiträge zu Lebensversicherungen
  • Haftpflichtversicherung(en), auch Berufshaftpflicht
  • Zusatzkrankenversicherung
  • Krankentagegeldversicherung
  • Rechtsschutz- / Mietrechtsschutzversicherung
  • Hausratversicherung
  • notwendige privat bezahlte Arztkosten
  • privat bezahlte Arznei- und Heilmittel (z.B. Brille, Zahnersatz, Prothese usw.)
  • notwendige Taxifahrten zum Arzt / Krankenhaus / Krankengymnastik
  • Aufwendungen bei Pflegebedürftigkeit (auch für erforderliche Haushaltshilfe)
  • Unterhaltszahlungen 
  • Rundfunkgebühren
  • Gebühren für IHK / Handwerkskammer
  • Berufsverbände / Gewerkschaften
  • sonstige weitere notwendige Ausgaben

Hieraus ergibt sich ein Gesamtbetrag der Ausgaben.

Da manche Ausgaben nicht jeden Monat zu zahlen sind, sollten Sie die Beträge, die Sie als Einmalbetrag für das ganze Jahr zahlen, zusammenzählen und dann durch 12 teilen. Gleiches gilt natürlich auch, wenn Sie Beträge im Rahmen Ihrer Ausgaben z.B. vierteljährlich oder halbjährlich zahlen.

Hinweis

Wenn sich nach der Mitteilung an den Vermieter Ihre Ausgaben verändern, sollten Sie das für sich aufschreiben.

Lassen Sie sich fachkundig beraten, wann und wie Sie das vorbringen.

Einkommen abzüglich Ausgabe ergibt verfügbares Einkommen

Nun ziehen Sie von dem durchschnittlichen Einkommen die durchschnittlichen Ausgaben ab. Es bleibt als Ergebnis das verfügbare Einkommen.

Jetzt können Sie dem Vermieter erklären:

Unser verfügbares Einkommen beträgt pro Monat nur ...EURO, die von Ihnen verlangte Miete soll ...EURO betragen, das wäre unzumutbar.



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