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Betriebskostenabrechnung - Grundsteuer für frühere Jahre zahlen?

Manchmal wird von Gemeinden, Kommunen die Grundsteuer neu festgesetzt. Eine Neufestsetzung führt in aller Regel zu einer Erhöhung der vom Mieter zu zahlenden Grundsteuer, wenn im Mietvertrag vereinbart ist, dass der Mieter die Betriebskosten trägt. Hierfür genügt bereits eine Vereinbarung im Mietvertrag, wie z.B.: Der Mieter zahlt die Betriebskosten.

Nachträglicher Grundsteuerbescheid - Mieter soll Kosten zahlen

Was aber ist, wenn der neue Grundsteuerbescheid nach Ablauf der verbindlichen 12-monatigen Abrechnungsfrist für Betriebskosten durch einen neuen Bescheid festgesetzt wird? 

Ist dann eine solche nachträglich erhöhte Grundsteuer auch nach Ablauf der Abrechnungsfrist für die Betriebskosten, auch für länger zurückliegende Abrechnungszeiträume, für frühere Jahre vom Mieter zu tragen?

Betriebskostenabrechnung - Grundsteuerbescheide gehen Vermieter verspätet zu

  • Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass der Vermieter solche Betriebskosten auch nach Ablauf der Abrechnungsfrist auf die Mieter umlegen darf, weil der Eigentümer für den verspäteten Zugang eines neuen Feststellungsbescheides, der auch zurückliegende Abrechnungszeiträume betrifft, nicht verantwortlich ist.
Hinweis


Der Vermieter muss die Nachbelastung der erhöhten Grundsteuer innerhalb von 3 Monaten geltend machen, gerechnet von dem Tag, an dem er selbst den Grundsteuerbescheid erhalten hat.

  • Bekommen Sie eine nachträgliche Belastung einer erhöhten Grundsteuer, dann sollten Sie prüfen, wann der Vermieter den Grundsteuerbescheid erhalten hat, ob die Frist eingehalten wurde.  

Redaktion


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