Logo

Mieterhöhung einer Bruttomiete, Bruttokaltmiete für Mietwohnung

Falls vertraglich eine Bruttokaltmiete, auch Bruttomiete genannt, für die Mietwohnung vereinbart ist, dann muss der Vermieter eine Miterhöhung besonders begründen.

Mieterhöhung für Mietwohnung mit Bruttokaltmiete - Vergleichbarkeit Betriebskosten

Das liegt daran, dass in solchen Mieten auch Betriebskosten enthalten sind.

Die Mieterhöhung in Richtung auf die ortsübliche Vergleichsmiete ist etwas komplizierter, wenn in Ihrem Mietvertrag eine Bruttomiete vereinbart ist.
In solchen Verträgen sind die Nebenkosten nicht extra ausgewiesen.

Hinweis


Der Vermieter muss dann für die Mieterhöhung einer Bruttokaltmiete eine Vergleichbarkeit herbeiführen und die verlangte Mieterhöhung gemäß der Ortsüblichkeit gegenüber dem Mieter nachweisen.

  • Wenn der Vermieter Vergleichswohnungen kennt und benennen kann, für die ebenfalls Bruttokaltmieten gelten, kann er diese Vergleichswohnungen zur Begründung der Mieterhöhung aufführen. 

Miete bei einer vereinbarten Bruttomiete erhöhen - Mieterhöhung nicht einfach möglich

  • In aller Regel ist die Mieterhöhung bei einer vereinbarten Bruttomiete erschwert:
    Sachverständige kennen ganz überwiegend nur Nettomieten und auch in Mietspiegeln werden nur Nettomieten genannt. 

Mieterhöhung einer Bruttomiete - Umrechnung in eine Nettomiete

  • Gibt es keine geeigneten Vergleichswohnungen mit Bruttomieten, dann muss der Vermieter die Bruttomiete in eine Nettomiete umrechnen, damit sie mit den anderen Nettomieten vergleichbar wird.

In diesem Fall müssen aus Ihrer Miete im ersten Rechenschritt die darin enthaltenen Betriebskosten herausgerechnet werden. Das sind die Betriebskosten, die für das Haus durchschnittlich anfallen.

Beispiel

Sie zahlen € 600,00 brutto für eine Wohnung von 80 qm. Das sind also € 7,50 /qm.
Für das Haus fallen Betriebskosten von € 1,60 / qm / Monat an.
Dann beträgt die (fiktive) Nettokaltmiete für Ihre Wohnung € 5,90 / qm.
Beträgt die ortsübliche Nettomiete z.B. € 6,20 / qm, dann kann (wenn die übrigen Voraussetzungen für eine Mieterhöhung gegeben sind) Ihre Miete auf € 6,20 / qm erhöht werden.

Im zweiten Rechenschritt werden dann die Betriebskosten wieder dazugerechnet, denn Sie zahlen ja eine Bruttokaltmiete. Das ergibt eine neue Miete von brutto € 7,80 / qm (€ 6,20 nettokalt plus € 1,60 Betriebskosten), das sind für die 80-Quadratmeterwohnung € 624,00 bruttokalt.

Mieterhöhung einer Bruttowarmmiete, Inklusivmiete

Genauso muss verfahren werden, wenn Sie eine Inklusivmiete oder Teilinklusivmiete zahlen.


Redaktion


Hinweis

Durch Klick auf einen Tag erhalten Sie Inhalte zum Stichwort: