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Mieterhöhung ortsübliche Vergleichsmiete - Merkmale im Gesetz

Die ortsübliche Vergleichsmiete, die der Vermieter für eine Wohnung verlangen kann, richtet sich nach fünf gesetzlich festgelegten Merkmalen. Erläuterung der Merkmale:

  • die Art des Wohnraums,
    also z.B. ob es sich um ein Einfamilienhaus handelt, oder eine Etagenwohnung
  • die Größe des Wohnraums,
    wobei nicht die gleiche Quadratmeterzahl verlangt wird, sondern es kommt meist auf die Einordnung in verschiedene Größenklassen an
  • die Ausstattung des Wohnraums,
    also z.B. ob die Wohnung eine Sammelheizung hat, ein Bad, Parkettboden
  • die Beschaffenheit,
    dazu gehört z.B. der Instandhaltungszustand, auch die energetische Qualität
  • die Lage des Wohnraums,
    z.B. ob die Wohnung in der Innenstadt liegt oder im Außenbereich, in einem Wohngebiet oder neben einem Gewerbegebiet
Hinweis


Das Gesetz nennt nicht ausdrücklich das Baualter der Wohnung, es ist aber anerkannt, dass dieses für die Vergleichbarkeit eine große Rolle spielen kann. Man versucht das dann über die "Art des Wohnraums" oder auch die "Ausstattung" oder "Beschaffenheit" zu erfassen.

Ortsübliche Vergleichsmiete, Mieterhöhung - Wohnungen werden über Merkmale vergleichbar

Wenn Wohnungen nach diesen Kriterien vergleichbar sind, können die gezahlten Mieten für solche Wohnungen zur Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete herangezogen werden. Maßgeblich sind aber nur die Mieten, die in den letzten vier Jahren vereinbart oder geändert worden sind.

Die angegebenen Merkmale sind sowohl für die Einordnung in einen Mietspiegel wichtig, als auch für die Angabe von Vergleichswohnungen und auch für Sachverständigengutachten oder eine Mietdatenbank.


Redaktion


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