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Beheizung, heizen der Mietwohnung - Pflicht für Mieter?

Sind Mieterinnen und Mieter verpflichtet, bei niedrigen Außentemperaturen ihre Mietwohnung zu beheizen?

Klar ist: Die Beheizung der Wohnung muss möglich sein.

Hat die Wohnung eine Ofenheizung, dann müssen die Öfen benutzbar sein, aber der Mieter kümmert sich selbst um die Beheizung.

Bei einer Zentralheizung ist der Vermieter dafür verantwortlich, dass Heizwärme in die Wohnung kommt, aber das Aufdrehen der Thermostate bzw. das Regeln der Wohnungstemperatur obliegt dem Mieter.
Unzureichende Heizmöglichkeit als Mangel, Mietminderung

Haben Mieter die Pflicht zur Beheizung ihrer Mietwohnung?

Aber müssen Mieter heizen, Öfen anfeuern oder die Heizkörperventile aufdrehen? Und wie stark muss der Mieter die Wohnung beheizen?

  • Grundsätzlich können Mieterinnen und Mieter selbst entscheiden, wie warm sie es in ihrer Mietwohnung haben wollen.

Auch wenn vielleicht die Wand der Nachbarwohnung neben einer kühl gehaltenen Wohnung etwas kühler ist, oder eine Außenwand kühler ist, kann vom Mieter nicht verlangt werden, dass er seine Wohnung deswegen stärker beheizt.

Sorgfaltspflicht für Mietwohnung - Beheizung als Pflicht zur Vermeidung von Schäden

Es gibt aber für Mieter eine Sorgfaltspflicht: Mieter sind verpflichtet, dafür zu sorgen, dass an der Mietsache keine Schäden eintreten.

  • Unzureichende Beheizung kann dazu führen, dass in der Wohnung Schimmel entsteht.
    Je nachdem, wieviele Menschen in der Wohnung wohnen, wieviel Feuchtigkeit in der Wohnung entsteht, ist auch eine ordentliche Beheizung erforderlich, weil die Feuchtigkeit sich auf wärmeren Wänden nicht so schnell niederschlägt, und weil warme Luft die Feuchtigkeit besser aufnimmt und durch regelmäßiges Lüften entfernt, nach außen abgeführt werden kann.
    Heizen und Lüften zur Vermeidung von Schimmel
  • Verreist man in der Winterzeit, dann kann unzureichende Beheizung auch dazu führen, dass Wasserrohre einfrieren.
    Winterurlaub - bei Abwesenheit Beheizung der Wohnung kontrollieren

Mindesttemperatur der Mietwohnung - Wie warm muss man die Wohnung aufheizen?

Bei einer Wandtemperatur unter 12 Grad Celsius schlägt sich schon die normal in der Luft enthaltene Feuchtigkeit auf der Wand nieder.

Es wird daher empfohlen, die Zimmertemperatur nicht unter 15 Grad abfallen zu lassen. Lüftet man regelmäßig, entsteht dadurch auch meist ein Bedürfnis, den Raum wieder aufzuheizen.

Hinweis


Bei viel Feuchtigkeit - durch Kochen, Duschen, Baden, Wäsche trocknen, oder wenn viele Menschen sich in der Wohnung aufhalten, viele Pflanzen oder große Aquarien in der Wohnung sind - hilft starkes Heizen nicht, es muss regelmäßig gelüftet werden.

Unzureichende Beheizung kann zu Schäden und Schimmel in der Mietwohnung führen

Tritt in der Wohnung Schimmel auf, und es wird durch einen Sachverständigen festgestellt, dass keine Ursachen am Bauwerk vorliegen, der Mieter nur zu wenig geheizt und gelüftet hat, dann ist eine Mietminderung ausgeschlossen, und es kann auch eine Schadenersatzpflicht des Mieters bestehen.
Schimmel in der Mietwohnung - wie vorgehen beim Streit vor Gericht?

Erst recht können Schadenersatzverpflichtungen entstehen, wenn Rohre einfrieren, weil Sie als Mieter gar nicht heizen.


Redaktion


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