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Heizung geht nicht, kalte Wohnung - Wie warm muss es sein?

Wenn die Heizung nicht richtig geht, schlecht heizt, der Vermieter für die Beheizung verantwortlich ist, dann muss die Heizung ordentlich funktionieren. Eine kalte Mietwohnung müssen Sie nicht hinnehmen!

Wie warm muss es sein, auf wieviel Grad muss eine Heizung die Wohnung aufheizen?

  • Grundsätzlich muss die Heizung die von Mietern zum Wohnen benutzten Räume tagsüber auf eine Temperatur von 20 bis 22°C bringen.
  • Nachts müssen 18°C erreicht werden. 
Hinweis

DIN 4701:

Vorgesehene Temperaturen tagsüber in zum Aufenthalt bestimmten Räumen: 

  • 20°C in Wohn- und Schlafzimmer und Küche
  • 22°C im Bad und Dusche.

Fallen die Raumtemperaturen tagsüber in den Wohn-, Schlafräumen und Küche unter 20°C , im Bad unter 22°C, dann ist von einem Wohnungsmangel auszugehen.

Nachtabsenkung der Heizung

Eine Nachtabsenkung - also die verringerte Beheizung in der Nacht - muss vom Mieter hingenommen werden in der Zeit von 23:00 Uhr bis 6:00 Uhr. 

Beheizung - Temperatur in Wohnräumen darf nicht unter 18 Grad fallen

Trotzdem darf die Temperatur in Wohnräumen nicht unter 18°C fallen.

  • Eine im Mietvertrag vorgesehene weitergehende Nachtabsenkung, z.B. schon ab 21 Uhr, ist nicht zulässig  - eine entsprechende Formularklausel ist unwirksam.

Das gilt jedenfalls in der Heizperiode, also in den kühlen Monaten vom 1. Oktober bis 30. April, in kühlen Gegenden Deutschlands wird auch eine Heizperiode vom 1. September bis 31. Mai angenommen.

Kalte Mietwohnung außerhalb der Heizperiode, muss der Vermieter heizen?

Auch außerhalb der Heizperiode muss der Vermieter die Heizung in Gang setzen, wenn die Außentemperatur deutlich unter 18°C sinkt. 

  • Die Rechtsprechung dazu ist uneinheitlich, die Pflicht des Vermieters zur Beheizung besteht aber mindestens dann, wenn die Außentemperatur zwei Tage hintereinander unter 16°C fällt.

Was tun, wenn die Heizung nicht richtig funktioniert?

Wenn die Heizung  nicht ordentlich funktioniert, sollten Sie sofort den Vermieter benachrichtigen - es kann ja durchaus etwas dauern, bis der Fehler gefunden und beseitigt wird und bis danach die Heizungsanlage die Wohnung wieder ausreichend erwärmt. 

Achten Sie darauf, dass Sie Ihre Mangelmeldung auch später noch nachweisen können - senden Sie also ggf. auch nach einem entsprechenden Anruf sicherheitshalber einen Brief oder besser ein Telefax an den Vermieter.

Hinweis


  • Ob die Heiztemperatur ausreicht, wird in der Raummitte ca. 1 m über dem Fußboden gemessen. Notieren Sie die erreichte Heiztemperatur in einem Heizprotokoll (kostenlose Mustervorlage für registrierte Nutzer) und sorgen Sie möglichst dafür, dass auch ein Zeuge das Messergebnis bestätigen kann, denn im Streitfall sollte eine unzureichende Beheizung zu beweisen sein - Nachbarn sind oft auch von dem Mangel betroffen.

Besteht ein Anspruch auf Mietminderung, wenn die Heizung nicht geht?

Eine nicht ordentliche Beheizung führt grundsätzlich auch zu einem Anspruch auf Mietminderung. Stellen Sie Ihre Mietzahlung unter Vorbehalt - dies müssen Sie dem Vermieter mitteilen!

  • Sollte der Vermieter nicht zügig die Fehlerbeseitigung einleiten, sollten Sie umgehend anwaltlichen Rat in Anspruch nehmen, damit die Heizung schnell wieder funktioniert, auch die Frage zur Höhe einer möglichen Mietminderung klären.

 Tipp


Redaktion

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