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Ruhestörung - Lärm durch Musik, Radio, laut Fernsehen in Ruhezeiten

Wer selbst gerne etwas lauter Musik hört, oder beim Fernsehen die Lautstärke hochgestellt hat, fühlt sich in der Regel nicht gestört. Vielen ist nicht bewusst, dass eine über das Maß eingestellte Lautstärke am Fernseher, der Stereoanlage, am Radio usw. auf Nachbarn sehr störend wirken kann - aber auch Bässe und dadurch auftretende Vibrationen sind häufig eine Störung. 

Was von einem Musikliebhaber als schöne Lautstärke empfunden wird, kann für andere, besonders für Kranke, für ältere Menschen, nicht erträglich sein. 

In den Ruhezeiten ist laute Musik zu vermeiden

Grundsätzlich müssen immer die geltenden Ruhezeiten beachtet werden: 
Allgemein übliche Ruhezeiten - Mittagsruhe, Nachtruhe  

Hausordnung regelt Ruhezeiten - Erweiterung, Verlängerung 

  • Während der Ruhezeiten gilt: Die Zimmerlautstärke ist einzuhalten.

Und: Im Sinne einer gegenseitigen Rücksichtnahme sollte man Lärmbelästigungen durch Musik, Fernseher und Radio immer vermeiden.
Auch wenn um 7.30 Uhr an Werktagen morgens im Allgemeinen keine Ruhezeit mehr ist, so darf ein Radio, eine Musikanlage trotzdem nicht über Maßen laut sein.

Ruhestörung wegen lauter Musik dem Vermieter melden

Bevor Sie als Mieter bei Ihrem Vermieter (oder der Polizei) Lärm anzeigen:

Sprechen Sie mit Ihrem Nachbarn, bitten Sie ihn um Rücksichtnahme. 

Hilft das nicht, dann sollten Sie den Lärm Ihrem Vermieter melden und beginnen, ein Lärmprotokoll zu führen: 
Lärmprotokoll bei Lärmbelästigung, Ruhestörungen führen - Vorlage  

Es kann ein Recht auf Mietminderung bestehen: 
Wann beginnt der Anspruch auf Mietminderung? 

Mietminderung - Wie die Miete mindern, kürzen, einbehalten? 

Tipp


Ältere Menschen hören oft nicht mehr so gut, und deshalb kann zum Beispiel ein Fernseher recht laut eingestellt sein. Bitten Sie in einem solchen Fall Ihren Nachbarn, dass er Kopfhörer oder ein Hörgerät nutzt.

Meldung, Anzeige einer Ruhestörung bei der Polizei

Manchmal sind Nachbarn sehr uneinsichtig, meinen z.B., einmal im Jahr müssten andere Lärm von einer Party aushalten.

Aber auch nicht nur durch Feste kann es immer wieder zu lästigen Störungen kommen - da hilft dann manchmal nur noch die Polizei. Diese hat das Recht, Ruhestörer zu ermahnen, ein Bußgeld zu verhängen. Das kann dann auch ein Beweis für nicht hinzunehmende Störungen sein. 



Redaktion


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