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Falsche Wohnfläche der Wohnung - Miete zu hoch - Mietsenkung

Die vom Vermieter verlangte Miete für die Wohnung kann zu hoch sein, weil die Wohnfläche der Wohnung kleiner ist als im Mietvertrag angegeben.

Falsche Wohnfläche für Mietwohnung im Mietvertrag - Miete senken, weil die Fläche kleiner ist 

Ist tatsächlich eine geringere Wohnfläche vorhanden als im Mietvertrag vereinbart, kommt es für eine Mietsenkung darauf an: 

  • Ist der Unterschied zur tatsächlichen Wohnfläche kleiner als 10 % , dann gilt die Abweichung nach Ansicht des Bundesgerichtshofs als unerheblich 
    die Miete kann nicht gesenkt werden.
  • Beträgt der Unterschied 10 %, oder ist er größer als 10 %, so kann eine entsprechende prozentuale Senkung der Nettomiete vom Vermieter verlangt und durchgesetzt werden.
Hinweis


Bevor die Feststellung einer zu hohen Miete wegen einer falschen Fläche möglich ist:

  • Es muss ggf. anwaltlich genau geprüft werden, ob der Mietvertrag wirklich die Größe der Wohnung festlegt. 
  • Manche Mietverträge beziehen sich nicht auf eine verbindliche Wohnungsgröße.
    Dies ist dann der Fall, wenn keine qm-Größe angegeben ist, oder sich aus der Formulierung ergibt, dass es sich bei der Flächenangabe um eine Schätzung handelt, die als unverbindlich zu verstehen ist. 

Nach welcher Regelung ist die Wohnfläche für die Wohnung zu berechnen?
Sorgen Sie für ein genaues Aufmaß Ihrer Wohnung - als Laie vertut man sich da leicht:
Größe, Fläche der Mietwohnung feststellen - Wohnfläche berechnen 

Berechnung der Wohnfläche einer Mietwohnung - nach welcher Verordnung?

Zu klären ist, nach welcher Regelung ein richtiges Aufmaß für die Wohnung zu machen ist.

  • Für Mietverträge bis 31.12.2003 gilt die 2. Berechnungsverordnung, dort §§ 42-44.
  • für Mietverträge ab 01.01.2004 wird nach der Wohnflächenverordnung berechnet,
  • bei Sozialwohnungen gilt als Berechnungsgrundlage die zum Zeitpunkt der Entstehung gültige Regelung,
  • Unterschiede ergeben sich auch dabei, ob alle Flächen der Wohnung (z.B. ein Hobbyraum) gleich zu bewerten sind:

  • Haben Sie klare Anhaltspunkte für eine kleinere Wohnfläche, dann lohnt sich ein Aufmaß durch einen Fachmann! Lassen Sie sich fachkundig beraten!

Für eine Mieterhöhung muss der Vermieter die tatsächliche Wohnfläche verwenden

Dies ist anders bei einer Mieterhöhung!
- denn da gilt immer nur die tatsächliche Wohnfläche: 

Mieterhöhung - die tatsächliche Wohnfläche, Größe ist maßgeblich 

Beispiel für Berechnung der Mietsenkung wegen einer falschen Wohnfläche

Ist die Wohnfläche mindestens 10 Prozent kleiner:

Beispiel

Beispiel für die Berechnung einer Mietsenkung wegen zu viel verlangter Miete

Nettomiete 500,00 €;

Fläche laut Mietvertrag 80 qm; wirkliche Fläche 71 qm.

Die Abweichung beträgt 9 qm, ist also größer als 10 % (= 8 qm).

Die Miete muss gesenkt werden, und zwar wie folgt:

9 qm sind 11,25 % von 80 qm (9 mal 100/80 = 11,25).

Der Vermieter muss also die Nettomiete von 500 Euro um 11,25 % senken = 56,25 €.

Damit muss die Nettomiete (€ 500,00 -56, 25 €) auf 443,75 € gesenkt werden.



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