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Indexmietvertrag - Mieterhöhung wegen Indexänderung wirksam?

Voraussetzung für eine Mieterhöhung (oder Mietsenkung) bei einem Indexmietvertrag ist, dass zwischen Mieter und Vermieter wirksam eine Indexmiete vereinbart ist.

Indexmietvertrag - Grundlage ist der Lebenshaltungskostenindex des statistischen Bundesamts

Eine Indexmiete ist an die Entwicklung des Lebenshaltungskostenindex, Verbrauchspreisindex (VPI) des Statitischen Bundesamts gekoppelt. 

Wäre im Mietvertrag ein anderer Index vereinbart, so wäre die Vereinbarung unwirksam.

Indexmiete im Mietvertrag für Mietwohnung 

Indexmietvertrag - Notwendige Angaben in der Mieterhöhung wegen Indexveränderung

Eine Mieterhöhung aufgrund einer wirksamen Indexmietvereinbarung muss Angaben zur Indexveränderung und weitere Angaben enthalten.

Angaben des Vermieters für die Erhöung einer vereinbarten Indexmiete

Es ist ausreichend, wenn ein Vermieter in der Mieterhöhung

  • den Indexstand seit der letzten Erhöhung (bzw. den Indexstand zu Beginn des Mietverhältnisses),
  • den aktuellen Index,
  • den Betrag, um den sich die Miete erhöht,
  • die künftige Kaltmiete

angibt, so der Bundesgerichtshof.

Diese Angaben reichen aus, damit Mieter die geforderte Mieterhöhung rechnerisch und inhaltlich nachprüfen können.

Hinweis


Eine wirksame Mieterhöhung gemäß Indexänderung muss nicht beinhalten, dass der Vermieter zusätzlich benennt, welche prozentuale Veränderung sich aus den mitgeteilten Indexwerten ergibt, oder sogar den Rechenweg erläutert.

Indexmieterhöhung frühestens nach 12 Monaten seit der letzten Mieterhöhung möglich

  • Die letzte Indexmieterhöhung muss mindestens zwölf Monate zurückliegen.

Sie haben als Mieter eine Mieterhöhung wegen Indexveränderung erhalten, gehen von ihrer Wirksamkeit aus, und wollen wissen, wann die Erhöhung eintritt:

Lebenshaltungskostenindex - Indexmiete, Zeitpunkt der Mieterhöhung 

Hinweis


Wenn Sie der Meinung sind, dass die Indexmietvereinbarung unwirksam ist, oder der Mieterhöhungsbetrag falsch berechnet ist, sollten Sie fachkundige Beratung in Anspruch nehmen, am besten erst einmal die geforderte neue Miete unter Vorbehalt zahlen. 

Denn wenn Sie unberechtigt die Mieterhöhung nicht bezahlt haben, kann das zu Mietrückständen führen, und der Vermieter kann ohne vorherige Mahnung eine fristgemäße Kündigung oder sogar eine fristlose Kündigung schicken. 



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