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Betriebskostenguthaben - keine Rückzahlung vom Vermieter

Hat der Vermieter über die Betriebskostenvorauszahlungen des Mieters abgerechnet, und ist ein Guthaben für Mieter entstanden, dann muss das an Mieter ausgezahlt werden.

  • Es gibt eine Ausnahme:
    Wenn der Vermieter Gegenforderungen hat, etwa ein Mietrückstand besteht, ist er berechtigt sein, eine Aufrechnung vorzunehmen, das heißt zu verrechnen, oder kann ein Zurückbehaltungsrecht haben.

Wie kann die Rückzahlung eine Betriebskostenguthabens durchgesetzt werden?

Wenn der Vermieter die Auszahlung schuldet, aber nicht durchführt, besteht für Mieter

Hinweis


Prüfen Sie vor einer Aufrechnung, ob sich in Ihrem Mietvertrag Regelungen darüber finden, wie eine Aufrechnung zu erfolgen hat.

  • Es kann notfalls auch eine Zahlungsklage gegen den Vermieter eingereicht werden - meist reicht aber die Durchführung der Aufrechnung.

Durchführung der Aufrechnung eines Betriebskostenguthabens gegenüber dem Vermieter

Bevor Sie eine Aufrechnung durchführen:

Sinnvoll ist es, nach Erhalt der Abrechnung etwa zwei, drei Wochen abzuwarten, ob die Auszahlung des Guthabens erfolgt.

Guthaben aus Betriebskostenabrechnung mit der Miete aufrechnen, verrechnen

Ist die Überweisung nicht erfolgt:

Richten Sie ein Schreiben an den Vermieter bzw. die Hausverwaltung, nennen Sie ggf. nochmals Ihre Bankverbindung und verlangen Sie die Überweisung des Guthabens. 

  • Setzen Sie eine Frist für die Auszahlung, etwa weitere zwei Wochen, und teilen Sie ausdrücklich mit, dass Sie gegenüber der laufenden Mietzahlung aufrechnen werden, sollte das Guthaben Ihnen nicht fristgerecht überwiesen werden.

Was tun, wenn der Vermieter das Betriebskostenguthaben nicht auszahlt, überweist?

Wenn die von Ihnen gesetzte Frist verstrichen ist, ohne dass die Auszahlung erfolgt, dann können Sie wie angekündigt den Betrag des Guthabens von Ihrer nächsten Mietzahlung abziehen und die entsprechend geringere Miete überweisen (Aufrechnung).

Vermerken Sie auf der Überweisung "Abzug Betriebskostenguthaben gemäß Schreiben vom (DATUM)".

  • Sie können die Aufrechnung auch auf mehrere Monate verteilen, z.B. wenn das Guthaben höher ist als eine Monatsmiete. Dann ist es sinnvoll, in einem weiteren Schreiben vorzurechnen, was Sie in welchem Monat abziehen. 
Hinweis


Dieses Verfahren ist natürlich lästig, wenn Sie üblicherweise Ihre Miete per Dauerauftrag zahlen, weil Sie den Dauerauftrag dann widerrufen und nach dem Aufrechnen neu erteilen müssen, sobald Sie den Abzug durchgeführt haben.

Hat der Vermieter eine Einzugsermächtigung, dann müssen Sie diese zurückziehen, nach der Aufrechnung ggf. wieder erteilen.

Es ist trotzdem einfacher, als die Auszahlung des Guthabens gerichtlich einzufordern.


Redaktion


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