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Mieterhöhung durch Umlage der Modernisierungskosten

Wenn die Modernisierungsarbeiten abgeschlossen sind, verlangt der Vermieter in aller Regel eine Mieterhöhung wegen der durchgeführten Arbeiten.

Der Vermieter darf die Modernisierungskosten mit 11% im Jahr auf Ihre Miete umlegen und damit die Miete einseitig erhöhen,

  • wenn die Modernisierung vor dem 01.01.2019 begonnen wurde.
Beispiel

Hat der Einbau von drei neuen Isolierglasfenstern statt der alten Einfachfenster in Ihrer Wohnung € 4.000,00 gekostet, beträgt die Mieterhöhung:


 4.000,00 €

 geteilt durch 100

 mal 11

 ergibt 440 € im Jahr


 geteilt durch

 12 Monate

 36,67 € monatlich


Lesetipp: Modernisierung - Neue Fenster als Modernisierungsmaßnahme - gesparte Instandhaltungskosten sind abzuziehen.

Nach dem 01.01.2019 angekündigte Modernisierung - die Umlage, Mieterhöhung beträgt 8 %

Hinweis  !


Gesetzesänderungen ab 01.01.2019

Für nach dem 1. Januar 2019 angekündigte Modernisierungen: 
Mieterhöhung nach Modernisierung - Berechnung ab 1.1.2019 

Modernisierung ab 1.1.2019 - vereinfachtes Verfahren möglich 

Mieterhöhung Modernisierung - Reparaturen, ersparte Kosten des Vermieters sind abzuziehen

In der Mieterhöhungserkläung muss eine Berechnung der Modernisierungsumlage vorgelegt werden, manchmal sind auch weitere Erläuterungen erforderlich.

  • Vorher abzuziehen sind die Kosten, die der Vermieter für die Instandsetzung der alten Fenster eingespart hat, wenn diese in einem schlechtem Zustand waren.
  • Abzuziehen sind auch Drittmittel, das sind Zahlungen, die der Vermieter von Mieterseite oder aus öffentlichen Kassen als Zuschuss oder als Darlehen erhalten hat.
  • Sie haben das Recht, die Unterlagen einzusehen und zu prüfen über die angesetzten Kosten (Handwerker-Rechnungen etc.).

Ob Sie wegen der neuen Fenster Heizkosten einsparen und in welcher Höhe (Wirtschaftlichkeit), spielt keine Rolle. Es gibt aber Fälle, in denen die Erhöhung als unzumutbar angesehen wird - ob dies auf Ihre Modernisierung zutreffen kann, sollen Sie in einer Rechtsberatung klären.

Hinweis


Auf persönliche Härtegründe kommt es nur an, wenn Sie rechtzeitig, schon nach Erhalt der Modernisierungsankündigung widersprochen, soziale Härtegründe angemeldet haben.

Mieterhöhung nach Modernisierung - ab wann ist diese zu zahlen?

  • Der Erhöhungszeitpunkt richtet sich danach, wann Sie die Mieterhöhungserklärung erhalten haben, grundsätzlich erhöht sich die Miete zum Beginn des dritten Monats nach dem Zugang der Erklärung bei Ihnen.

Modernisierungsmieterhöhung liegt mehr als 10 Prozent über angekündigter Mieterhöhung

Hinweis


Wenn die Erhöhung mehr als 10 % über dem Betrag liegt, der vorher angekündigt war, tritt die Mieterhöhung auch in Kraft, aber erst sechs Monate später.

Wichtig:

Diese Art der Mieterhöhung wirkt ohne Ihre Zustimmung. Zahlen Sie die Mieterhöhung nicht, kann der Vermieter Sie auf Zahlung verklagen. Kommt später ein Gericht zu dem Ergebnis, die Mieterhöhung war doch größtenteils berechtigt, dann können Mietrückstände aufgelaufen sein, die den Vermieter zur Kündigung des Vertrages berechtigen.

Der Vermieter hat übrigens ein Wahlrecht, ob er auf der Basis des neu geschaffenen Standards Ihre Zustimmung zu einer Anhebung der Miete in Richtung auf die ortsübliche Vergleichsmiete verlangt.

Hinweis


Modernisierungsumlagen sollten Sie frühzeitig und besonders sorgfältig prüfen lassen.

  • Im Zweifel sollten Sie die Mieterhöhung bis zur Klärung unter Vorbehalt zahlen, um keine Kündigung zu riskieren.


Hinweis

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