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Modernisierungsmaßnahmen außerhalb der Wohnung - Mieterhöhung

Wenn der Vermieter Modernisierungsmaßnahmen im Haus, also außerhalb Ihrer Wohnung durchgeführt hat, kann er eine Mieterhöhung verlangen.

Durch Modernisierungsmaßnahmen außerhalb der Wohnungen ist es auch möglich, dass ein Vermieter den Wohnwert, den Komfort der Wohnungen erhöhen kann: 
Modernisierung: Verbesserung der allgemeinen Wohnverhältnisse 

Beispiele und Lesetipps


Es wird ein Aufzug neu eingebaut: 
Modernisierung - Ist ein Aufzug immer eine Wertverbesserung? 

Es erfolgt eine Wärmedämmung der Hausfassaden: 
Wärmedämmung - Vermieter muss Instandsetzungskosten abziehen 

Die Wohnung erhält einen Balkon:
Ist der Anbau eines Balkons eine Modernisierung? 

Nach Modernisierungsmaßnahmen kann der Vermieter eine höhere Miete verlangen

Er kann auch, statt einer Modernisierungsumlage, bei der nächsten allgemeinen Mieterhöhung in Richtung auf die ortsübliche Vergleichsmiete die verbesserte Ausstattung ansetzen: 
Ortsübliche Vergleichsmiete - Was ist ein Mieterhöhungsverlangen? 

- Hier geht es nur um diese Modernisierungsumlage: 
Mieterhöhung durch Umlage der Modernisierungskosten 

Welche Kosten kann der Vermieter für die Mieterhöhung ansetzen?

Ebenso wie bei Modernisierungen innerhalb der Wohnung können die tatsächlich angefallenen Modernisierungskosten auf die Miete umgelegt werden;.

Modernisierungsmieterhöhung - Verteilung der Kosten einer Modernisierung auf die Miete

Im Regelfall werden die Kosten solcher Außenmodernisierung gleichmäßig auf alle Wohnungen verteilt, und zwar meist nach der anteiligen Fläche der jeweiligen Wohnung.

Beispiel

Die Kosten sollen 120.000 € betragen, die Gesamtflächen des Hauses 2.000 qm.
Es wird dann so gerechnet:

120.000 : 2.000 qm = 60,00 €/qm, davon 8 % pro Jahr
60,00 * 8% = 4,80 €/qm pro Jahr, das ergibt
4,80 : 12 = 0,40 €/qm/pro Monat

Für eine Wohnung von 80 qm ergibt das eine monatliche Mieterhöhung von
0,40* 80 = 32,00 €

Mieterhöhung Modernisierung - Umlage der Kosten nicht immer nur nach Quadratmetern 

Der Vermieter kann auch anders verfahren, als die Kosten einfach nur nach Quadratmetern zu verteilen. 

Bei einem Aufzug kann (nicht muss!) er z.B. berücksichtigen, dass die Erdgeschossmieter weniger vom Aufzug haben als die Mieter im 4. Obergeschoss. 

Bei einem vierstöckigen Haus können dann z.B. die Kosten zu 10 % auf die Erdgeschossmieter, zu 15 % auf das 1. Obergeschoss und weiter mit 20 %, 25 % und 30 % verteilt werden.



Redaktion


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