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Ändern Umlageschlüssel - künftig nach Verbrauch oder Verursachung 

Der Vermieter kann eine Änderung des Umlageschlüssel für Betriebskosten vornehmen, so dass diese dann künftig nach Verbrauch oder Verursachung berechnet werden.

Es gibt einige Arten von Betriebskosten, die nach Verbrauch oder Verursachung erfasst werden können. 

  • Hauptbeispiel ist der Einbau von Wasserzählern für das Kaltwasser - wenn solche Uhren vorhanden sind, kann der Verbrauch in jeder einzelnen Mietwohnung eines Hauses gemessen und erfasst werden. 

Es gibt sogar Erfassungssysteme für Fahrstuhlnutzung und für Nutzung der Müllcontainer.

Änderung des bisherigen Umlageschlüssels wegen Verbrauchserfassung, Verursachung

  • Ist in einem solchen Fall bisher der mietvertragliche Umlageschlüssel nicht verbrauchsabhängig, werden die Kosten bisher z.B. nach Quadratmetern umgelegt, so kann der Vermieter, wenn er z.B. Wasserzähler hat einbauen lassen, künftig die Wasserkosten nach dem tatsächlichen Wasserverbrauch in jeder Mietwohnung abrechnen, also einseitig den bisherigen Umlageschlüssel für die Wasserkosten ändern. Damit gilt dann ein gerechterer Verteilungsmaßstab.
Hinweis


Eine solche Änderung muss vom Vermieter angekündigt werden und gilt für die Zukunft, also ab Beginn der nächsten Abrechnungsperiode.

  • Wenn die Mieter Vorschüsse für die Betriebskosten zahlen, wird dann für die nächste Abrechnungsperiode nach dem neuen Maßstab abgerechnet.
  • Ist eine Bruttomiete vereinbart, muss der Vermieter die bisher in der Miete enthaltenen Kosten - im Beispiel die Wasserkosten - aus der Bruttomiete herausrechnen und kann dann für die Zukunft in dieser Höhe einen Betriebskostenvorschuss verlangen.

Redaktion


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