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Betriebskosten Mietwohnung - übliche Umlageschlüssel, Verteilung

In den meisten Mietverträgen ist der Umlageschlüssel / Verteilerschlüssel für kalte Betriebskosten der Mietwohnung festgelegt. 

Aber immer wieder finden sich auch andere Verteilerschlüssel in einem Mietvertrag, die der Gesetzgeber für zulässig erachtet, die aber für viele Mieter durchaus Nachteile im Rahmen von Belastungen mit Betriebskosten haben. Für manche Betriebskosten ist die Abrechnung nach Verbrauch sinnvoll.

Hinweis


Wegen der Abrechnung von Heizkosten und Warmwasserkosten gelten besondere Regelungen

Verteilerschlüssel, Umlageschlüssel für Heizkosten, Warmwasserkosten

Die Änderung eines Verteilerschlüssels bei den Heizkosten: 
Mieter will Änderung Verteilerschlüssel für warme Betriebskosten 

Verschiedene Umlageschlüssel haben jeweils Vorteile und Nachteile und geeignete Anwendungsbereiche:

Verteilerschlüssel - Betriebskosten werden nach Wohnfläche, nach Quadratmeter abgerechnet

Dies ist der am häufigsten angewandte Verteilerschlüssel. Er gilt immer dann, wenn kein anderer Maßstab vereinbart oder kein besserer gefunden wird. In Verbindung mit einer Abrechnung von Betriebskosten nach Verbrauch - wo das möglich ist - ist dies die richtige Methode.

Zahl der Personen im Haushalt, der Wohnung als Umlageschlüssel für Betriebskosten

Die Erfassung der in einer Wohnung lebenden Personen als Grundlage einer Abrechnung ist nicht einfach und es wird dabei unterstellt, dass alle ein ähnliches Verbrauchsverhalten haben, z.B. gleich viel Wasser verbrauchen - dies ist aber häufig nicht der Fall.

  • Deshalb führt dieser Verteilungsschlüssel zu Ungerechtigkeiten - Sparsamkeit einzelner Mieter zahlt sich für alle aus

Ein weiterer Nachteil für Haushalte mit Kindern: Der Vermieter kann auch Kinder und Babys als volle Personen zählen, z.B. bei den Kosten des Wasserverbrauchs.

Verteilerschlüssel nach der Zahl der Wohneinheiten bei den Betriebskosten

Diese Abrechnungsmöglichkeit ist sehr einfach, benachteiligt aber häufig Mieter. Kleine Wohnungen werden belastet wie große Wohnungen. 

  • Große Familien zahlen im Verhältnis weniger Kosten als kleine Familien oder alleinstehende Mieter.

Betriebskostenabrechnung - Verteilerschlüssel nach Miteigentumsanteilen

Dies muss im Mietvertrag ausdrücklich vereinbart sein. Der Umlageschlüssel kann fehlerhaft sein, häufig, weil er nicht mit der Wohnfläche der Wohnung übereinstimmt.

Ist dieser Fehler vorhanden, dann muss der Vermieter nach der Wohnfläche die (kalten) Betriebskosten abrechnen. 

Eventuell sind auch nicht umlagefähige Betriebskosten Mietern berechnet: 
Betriebskosten - Miteigentumsanteile - Umlageschlüssel Tausendstel 

Abrechnung nach Verbrauch als Umlagemaßstab für die Verteilung von Betriebskosten

Die Abrechnung nach Verbrauch ist die fairste Methode einer Betriebskostenerfassung, aber nicht für alle Betriebskostenarten anwendbar.

Beispiel

Für die Ermittlung der Kosten wegen des Wasserverbrauchs kann eine Abrechnung über die Ablesung der Wasserzähler in den Wohnungen erfolgen.
Bei den Kosten der Müllentsorgung ist das nicht einfach bzw. nicht möglich.
Ein Umlagemaßstab kann auch hier die Personenzahl eines Haushalts sein, aber auch eine Kostenverteilung nach der Fläche.

  • Einen im Mietvertrag festgelegten, vom Gesetz erlaubten Umlageschlüssel müssen Sie als Mieterin oder Mieter auch weiterhin akzeptieren, auch wenn dieser für Sie bzw. Ihren Haushalt zu Ungerechtigkeiten führt. - Sie könnten nur mit dem Vermieter über eine Änderung verhandeln, diesen zu einer Änderung anregen.
Hinweis


Der Vermieter hat das Recht, den Umlageschlüssel für die Zukunft einseitig zu ändern, in Richtung auf eine Methode, die eine Messung des Verbrauchs gerechter macht, bzw. genau nach Verursachern erfasst.. 


Redaktion


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