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Mieterhöhung auf ortsübliche Miete - Gutachten des Vermieters 

Vermieter, die eine Mieterhöhung auf die ortsübliche Vergleichsmiete durchführen wollen, können selbst ein Sachverständigengutachten (Privatgutachten) in Auftrag geben:  
Mieterhöhung - Begründung des Vermieters durch Gutachten 

Mieterhöhung für Mietwohnung - immer anwaltlich prüfen lassen

Mieter sollten immer anwaltlich prüfen lassen, ob die Durchsetzung einer Mieterhöhung überhaupt oder nur zum Teil möglich ist: 

Hinweis

Durch eine anwaltliche Prüfung können sich bestimmte Gründe ergeben, die dazu führen können, dass eine Mieterhöhung auf Dauer (Mieterhöhung unberechtigt) oder auf längere Zeit nicht möglich ist, z.B. 
Mieterhöhung auf ortsübliche Vergleichsmiete - Wartefrist 

Gutachten des Vermieters für Durchsetzung einer Mieterhöhung ist für Mieter nicht bindend

Das Gutachten soll dem Mieter deutlich machen, dass aus Sicht des Gutachters eine Mieterhöhung gemäß den Feststellungen möglich sein soll. Bei solchen Gutachten handelt es sich regelmäßig um sogenannte "Parteigutachten".

  • Die Feststellungen des Gutachters sind für Mieter nicht bindend.
  • Es handelt sich nur um Anhaltspunkte, damit der Mieter Informationen zum Mietpreis (Einordnung der ortsüblichen Miete) für diese Wohnung bekommt.
  • Mieter können überlegen, ob Sie der Mieterhöhung zustimmen.
  • Gemäß § 558 Absatz 1 BGB kann der Vermieter vom Mieter die Zustimmung zu einer Erhöhung der Miete bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete verlangen.

Erfolgt keine Zustimmung oder nur eine Teilzustimmung zur Mieterhöhung oder keine gütliche Einigung, dann kann der Vermieter vor Gericht Klage auf Zustimmung zu seiner begehrten Mieterhöhung erheben.
Zustimmungsklage - Mieterhöhung auf ortsübliche Vergleichsmiete 

Mieterhöhung - Was muss der Gutachter für die Erstellung des Gutachtens beachten?

Eine Besichtigung der betreffenden Wohnung des Mieters seitens des Gutachters muss nicht durchgeführt werden, so der Bundesgerichtshof.

Hinweis


  • Für die Wirksamkeit eines Mieterhöhungsverlangens mit einem Privatgutachten ist es nicht erforderlich, dass der Sachverständige Vergleichswohnungen im Gutachten benennt. 

Es gilt als ausreichend, wenn der Gutachter ausführt, dass ihm auf Grund seiner beruflichen Tätigkeit vergleichbare Wohnungen, gemäß der örtlichen Lage der Wohnung, in ausreichender Zahl bekannt sind.

Gutachten zur Mieterhöhung - Preisspanne ist vom Gutachter zu begründen

Wesentlich ist aber, dass die vom Gutachter ermittelte Preisspanne für Wohnungen entsprechender Größe, Lage und Wohnwert im Gutachten ausgeführt und begründet wird: 
Mieterhöhung ortsübliche Vergleichsmiete - Merkmale im Gesetz 

  • Zu begründen ist auch, wie die betreffende Wohnung innerhalb der vom Sachverständigen benannten Preisspanne einzuordnen ist.

Redaktion


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