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Betriebskostenabrechnung Wasserverbrauch - Wasseruhr nicht geeicht

Der Verbrauch an Kaltwasser in einer Wohnung wird oft durch Kaltwasserzähler, einzelne Wasseruhren gemessen. 

Der Zählerstand gilt als Beweis, dass soviel Wasser verbraucht wurde, wie dort angezeigt.

Betriebskostenabrechnung der Wohnung - Eichfrist für Wasseruhr, Wasserzähler abgelaufen

Eichfrist Kaltwasserzähler abgelaufen - Zähler länger nicht geeicht: 

Der Bundesgerichtshof hat 2010 entschieden:

  • Ist die Eichfrist überschritten, also abgelaufen, dann muss der Vermieter nachweisen, dass die Wasseruhren / Kaltwasserzähler den für den Verbrauch in Rechnung gestellten Wasserverbrauch korrekt messen bzw. gemessen haben: 
    Kaltwasserzähler - Eichen gesetzlich vorgeschrieben 

Betriebskosten Wasserverbrauch für die Mietwohnung abrechnen - Eichfrist für Wasseruhren

  • Die Eichfristen betragen:

Für Kaltwasserzähler 6 Jahre.

  • Wurde ein Kaltwasserzähler im Jahre 2010 geeicht, dann beginnt die Eichfrist Ende des Jahres 2010 und endet 6 Jahre später, am 31. Dezember 2016.
    Dann muss der Kaltwasserzähler neu geeicht  werden.
Hinweis


Für Warmwasserzähler gilt: 
Eichen Warmwasserzähler - alle fünf Jahre 

Wasserverbrauch - Neues Mess- und Eichgesetz verbietet die Verwendung ungeeichter Zähler

Das neue Mess- und Eichgesetz (seit 01.01.2015) sieht ein ausdrückliches Verwendungsverbot für ungeeichte Zähler vor. Dies könnte dazu führen, dass Messergebnisse von nicht geeichten Zählern / Wasseruhren eine Betriebskostenabrechnung nicht unbedingt unwirksam machen, aber es könnte dann dazu führen, dass eine Kostenverteilung für den Wasserverbrauch mit einer Schätzung durch den Vermieter ermittelt werden müsste - dies kann für Mieter nicht von Vorteil sein. 

Oder es bleibt dabei (BGH-Urteil von 2010), dass der Vermieter in solchen Fällen den Nachweis führen muss, dass die vorhandenen Wasserzähler korrekt den Verbrauch messen. - Bleibt abzuwarten, wie sich die Rechtsprechung hierzu entwickelt.

  • Da für die Verwendung ungeeichter Wasserzähler dem Vermieter / Eigentümer hohe Bußgelder drohen, dürfte das Problem künftig eher selten sein.
Hinweis


  • Gerichte haben in Fällen einer Schätzung des Kaltwasserverbrauchs, eine Kürzung des Verbrauchs für Wasserkosten in Höhe von 15 Prozent für angemessen gehalten - es gibt dafür aber keinen Rechtsanspruch, wie in der Heizkostenverordnung wenn eine Schätzung des Warmwasserverbrauchs erfolgt: 
    Heizkostenabrechnung - Schätzung von Heizkosten 
  • Da für die Verwendung ungeeichter Wasserzähler dem Vermieter / Eigentümer hohe Bußgelder drohen, dürfte das Problem künftig selten sein.

Redaktion


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