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Widerspruchsfrist - Härtegründe bei ordentlicher Kündigung mitteilen

Wenn der Vermieter eine ordentliche Kündigung ausspricht (auch eine Eigenbedarfskündigung), können Sie als Mieter der Kündigung widersprechen.

Es müssen besondere Härtegründe vorliegen. Sie müssen aber eine Widerspruchsfrist beachten. Diese endet normalerweise zwei Monate vor dem Ablauf der Kündigungsfrist.

Beispiel

Die ordentliche Kündigung soll Ihren Mietvertrag zum 31. Juli beenden.
Dann muss Ihr Widerspruch normalerweise bis zum 31. Mai beim Vermieter sein.

Meist weist der Vermieter in der Kündigung auf das Widerspruchsrecht hin. Oder er weist später - noch rechtzeitig - darauf hin. Dann müssen Sie die Widerspruchsfrist unbedingt einhalten. Bringen Sie in diesem Fall Ihre Härtegründe erst später vor, dann werden diese nicht mehr berücksichtigt!

Widerspruch gegen Kündigung muss rechtzeitig beim Vermieter ankommen

Beachten Sie auch: Ihr Widerspruch muss innerhalb der Frist beim Vermieter ankommen, und Sie sollten das auch beweisen können. 

  • Wenn der Vermieter den Hinweis auf Ihr Widerspruchsrecht unterlässt - und nur dann -, können Sie noch im Räumungsprozess vor dem Amtsgericht der Kündigung aus sozialen Härtegründen widersprechen. 
Das muss im ersten Verhandlungstermin beim Amtsgericht geschehen. Keinesfalls dürfen Sie das aufschieben bis zu einem Berufungsverfahren!

Hinweis

Wenn bei Ihnen soziale Härtegründe vorliegen, sollten Sie unbedingt umgehend fachkundigen Rat in Anspruch nehmen!



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