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Mieterhöhung ortsübliche Miete - Fristen und Regeln für Mieter

Wenn der Vermieter die Erhöhung der Miete zur Anpassung an die ortsübliche Vergleichsmiete verlangt, dann tritt die Mieterhöhung mindestens zwei Monate später ein.
Der Vermieter muss Regeln beachten, die wir nachfolgend in diesem Beitrag erläutern:

Ortsübliche Vergleichsmiete, Mieterhöhung - ab wann Zahlung der Mieterhöhung?

Vom dritten Monat an, der auf den Erhalt des Vermieterschreibens folgt, muss bei Vorliegen der Voraussetzungen die Mieterhöhung gezahlt werden. 

Beispiel

Der Vermieter verlangt mit einem Schreiben, das Sie im August erhalten, die Zustimmung zur Mieterhöhung. 

  • Die Mieterhöhung kann, wenn sie formell und inhaltlich in Ordnung ist, erst ab November verlangt werden. 
  • Das gilt, wenn Sie innerhalb der Überlegungsfrist der Mieterhöhung zustimmen.

    Gerichtsprozess über Mieterhöhung, Zustimmungsurteil - Erhöhung muss nachgezahlt werden

    Der Erhöhungszeitpunkt gilt auch dann, wenn Sie der Mieterhöhung nicht zustimmen, der Vermieter Zustimmungsklage erhebt, und das Amtsgericht oder das Landgericht die Mieterhöhung für berechtigt erklärt: 
    Zustimmungsklage Mieterhöhung - Gericht verurteilt zur Zustimmung 

    • Wenn das Gericht die Mieterhöhung ganz oder teilweise für berechtigt hält, sind Mieter auch zu entsprechenden Nachzahlungen (ab dem ursprünglichen Erhöhungszeitpunkt) für die Zahlung einer erhöhten Miete verpflichtet.
    • Sie haben dafür etwas Zeit, das Gesetz gewährt Ihnen eine Nachzahlungsfrist: 
      Zustimmung Mieterhöhung durch Urteil - Frist Nachzahlung für Miete 

    Mieterhöhung auf die ortsübliche Vergleichsmiete - Zustimmungsfrist für Mieter 

    Zustimmung zur Mieterhöhung:
    Die Zustimmungsfrist für Mieter beträgt 2 Monate nach Ablauf des Monats, in dem Mieterhöhung zugestellt wurde. Entscheidend ist, wann das Schreiben zugeht, mit dem der Vermieter die Erhöhung der Miete verlangt.  
    Mieterhöhung zustimmen, Überlegungsfrist - wie viel Zeit für Mieter? 

    Hinweis


    Es kommt nicht darauf an, wann Sie das Schreiben von der Post abholen, sondern wann das Schreiben oder eine entsprechende Benachrichtigung in Ihrem Briefkasten ankommt

    Auch wenn Sie z.B. wegen eines Urlaubs verhindert oder aus anderen Gründen längere Zeit abwesend waren, so ist dies für den Zeitpunkt der Zustellung unerheblich.

    Was gilt bei einer Mieterhöhung mit zu kurzer Überlegungsfrist: 
    Mieterhöhung mit zu kurzer Überlegungsfrist - Zustimmung? 

    Mieterhöhung auf die ortsübliche Vergleichsmiete - weitere einzuhaltende Fristen

    Stimmen Mieter der Mieterhöhung nicht zu, dann beträgt die Frist für die Erhebung einer Zustimmungsklage des Vermieters 3 Monate (nach Ablauf der zweimonatigen Zustimmungsfrist).

    • Eine künftige weitere Mieterhöhung unterliegt einer Sperrfrist oder Wartefrist.
      Diese beträgt 12 Monate 
      (§ 558 BGB).
    • Ist die künftige Mieterhöhung berechtigt, entspricht den bestehenden Anforderungen, dann wäre die nächste Mieterhöhung nach 15 Monaten zu zahlen.
      Dies ergibt sich aus der Sperrfrist von 12 Monaten und der für Mieter bestehenden Zustimmungsfrist von 3 Monaten. 

    Beispiel

    Mieterhöhung war am 1.2.2018.
    Der Vermieter kann die nächste Mieterhöhung frühestens zum 1.2.2019 ankündigen und frühestens zum 1.5.2019 erhöhen.

    Hinweis


    Die Mieterhöhung darf innerhalb von drei Jahren nicht höher als 20 Prozent sein.

    In Gebieten mit einem angespannten Wohnungsmarkt kann eine sogenannte Kappungsgrenze gelten. Dann darf die Miete innerhalb von 3 Jahren um höchstens um 15 Prozent erhöht werden.



      Hinweis

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