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Kündigung des Vermieters muss den Grund angeben

In einer Kündigung des Mietvertrags für eine Wohnung durch den Vermieter - Vermieterkündigung - muss ein Kündigungsgrund angegeben sein.

Die Kündigung eines Mietvertrags über eine Wohnung ist grundsätzlich nur möglich, wenn der Vermieter sich auf einen der ausdrücklich im Gesetz genannten Kündigungsgründe berufen kann. 

Hinweis


WICHTIG: Eine ordentliche Kündigung des Vermieters, ohne Angabe eines Grundes oder mehrerer Gründe, ist formunwirksam.

Fristlose Kündigung durch den Vermieter

Kündigt der Vermieter fristlos, dann ist das nur wegen schwerer Vertragsverletzung des Mieters / der Mieterin möglich. Der Vermieter muss dann diese schwere Vertragsverletzung in seinem Kündigungsschreiben angeben und zwar so klar, dass Sie als Mieter genau nachvollziehen können, welche Vertragsverletzung Ihnen vorgeworfen wird.

Kündigung des Vermieters wegen Vertragsverletzung

Schreibt der Vermieter eine ordentliche (fristgemäße) Kündigung wegen Vertragsverletzung des Mieters / der Mieterin, dann muss er wiederum diese Vertragsverletzung in seinem Kündigungsschreiben so klar angeben, dass Sie als Mieter genau nachvollziehen können, welche Vertragsverletzung Ihnen vorgeworfen wird.

Eine ordentliche (fristgemäße) Kündigung kann auch auf Gründe gestützt werden, die nichts mit Ihrem Verhalten zu tun haben. Das geht aber nur in besonderen im Gesetz einzeln aufgeführten Fällen. Will sich der Vermieter auf einen dieser Kündigungsgründe (z.B. Eigenbedarf) stützen, muss er diesen Grund ausdrücklich angeben und auch mitteilen, wodurch dieser Grund entstanden sein soll. 

Außerordentliche Kündigung durch den Vermieter

  • Will der Vermieter ein Recht zur außerordentlichen Kündigung in Anspruch nehmen, muss er den Grund dafür nachvollziehbar angeben. 
  • Einzige Ausnahme ist die außerordentliche Kündigung gegenüber den Erben des verstorbenen Mieters, bei der vom Gesetz kein Kündigungsgrund gefordert wird.

Gericht kann überprüfen, ob eine Kündigung des Vermieters berechtigt ist

In einem Gerichtsverfahren kann überprüft werden, ob die Kündigung berechtigt ist. 


  • Dabei gelten für die jeweilige Kündigung immer nur die Gründe, die dafür vom Vermieter im jeweiligen Kündigungsschreiben angegeben wurden. Schreibt der Vermieter mehrere Gründe hinein, oder auch mehrere Kündigungen, dann kann es sein, dass ein Grund / eine Kündigung als berechtigt angesehen wird, andere nicht.




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