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Mietwohnung - Heizkostenpauschale nur ausnahmsweise zulässig

Werden Mietwohnungen zentral mit Heizwärme und/oder mit Warmwasser versorgt, dann ist durch die Heizkostenverordnung grundsätzlich vorgeschrieben, dass der Gebäudeigentümer oder der Eigentümer einer vermieteten Eigentumswohnung den Verbrauch erfassen und entsprechend diesem Verbrauch die Kosten berechnen bzw. abrechnen muss. 

Das gleiche gilt, wenn die Wärmeenergie durch einen Anderen, also einen Wärmelieferanten erbracht wird. Durch diese Rückkopplung - je mehr ein Nutzer verbraucht, desto mehr muss er bezahlen - soll erreicht werden, dass mit den Energiequellen sparsam umgegangen wird.

Heizkostenverordnung erlaubt nur im Ausnahmefall eine Heizkostenpauschale

Die Regelungen der Heizkostenverordnung sind zwingend, d.h. sie gelten sogar dann, wenn im Vertrag etwas anderes vereinbart ist. 

Pauschalen, also Kostenregelungen für den Heizkostenverbrauch, sind bei warmen Betriebskosten grundsätzlich nicht erlaubt.

Heikostenpauschale - in manchen Fällen ist eine Kostenpauschale dennoch erlaubt

Einige Ausnahmen gibt es dennoch. 

In seltenen Fällen können Heizungs- und Warmwasserkosten in die Miete eingeschlossen werden, oder es können Pauschalen vereinbart werden, unter anderem:

  • In Gebäuden mit nicht mehr als zwei Wohnungen, von denen eine vom Vermieter selbst bewohnt wird.
  • Bei Gebäuden, die einen extrem niedrigen Wärmebedarf haben (unter 15 kWh/m² pro Jahr), oder die mit einer Kraft-Wärme-Kopplung ausgestattet sind, oder in denen überwiegend eine Wärmerückgewinnung stattfindet.
  • Wenn die Kosten der Heizkostenerfassung extrem hoch wären, oder wenn die Nutzer in einem vor 1981 errichteten Gebäude wohnen, in dem sie den Wärmeverbrauch gar nicht beeinflussen können.
  • Keine Anwendung findet die Heizkostenverordnung auf Räume in Altersheimen, Pflegeheimen, Studentenheimen, und sonstigen Einrichtungen, in denen keine üblichen Mietverträge geschlossen werden. Auch für Zimmer in Hotels und Pensionen müssen die Heizungs- und Warmwasserkosten nicht separat berechnet werden.
  • Heizkostenpauschale bei Untermietverträgen kann möglich sein bzw. ist meist üblich.
Hinweis

Ist im Mietvertrag oder danach zulässigerweise eine Pauschale für die warmen Betriebskosten vereinbart worden, dann kann der Vermieter später die Pauschale (für die Zukunft) erhöhen, wenn die Kosten gestiegen sind. 

  • Umgekehrt hat der Mieter einen Anspruch auf Senkung einer Pauschale (für die Zukunft), wenn die Heizkosten gesunken sind.


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