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Mietvertrag vom Vermieter gekündigt - formelle Anforderungen prüfen

Prüfen Sie, ob der Vermieter für die Kündigung der Wohnung die formellen Anforderungen erfüllt hat:

  • Mietvertrag muss schriftlich gekündigt werden.
    Nur eine schriftliche Kündigung ist wirksam.
  • Ist die Kündigung unterschrieben
    Eine überhaupt nicht unterschriebene Kündigung ist unwirksam.
    Auf diesen Fehler sollten Sie den Vermieter keinesfalls aufmerksam machen.
    Bewahren Sie aber unbedingt das Original der Kündigung auf!
  • Stammt die Kündigung wirklich von Ihrem Vermieter?
    Wenn
    mehrere Einzelpersonen Ihre Vermieter sind, kann es erforderlich sein, dass alle Vermieter unterschrieben haben. Dies sollten Sie von einem Anwalt überprüfen lassen.
  • Hat die Kündigung nur einer von mehreren Vermietern oder ein Verwalter oder ein sonstiger Vertreter, z.B. ein Rechtsanwalt unterschrieben, dann muss der Kündigung eine Originalvollmacht beigefügt sein.
    Wenn zwischen dem Vermieter und demjenigen, der die Kündigung unterzeichnet hat, sogar mehrere Gesellschaften oder Personen stehen, muss die gesamte Kette durch Originalvollmachten nachgewiesen sein.
Hinweis


Die Rüge, dem Kündigungsschreiben habe keine ausreichende Vollmacht beigelegen (Vollmachtsrüge), muss „unverzüglich“ der Gegenseite mitgeteilt werden, d.h. so schnell wie möglich — ein paar Tage Zeit haben Sie aber, einen Anwalt um Rat zu fragen.

Formelle Anforderungen in besonderen Fällen - Vermieterwechsel, mehrere Eigentümer

  • Besonders sorgfältig müssen Sie prüfen lassen, wenn sich jemand als neuer Eigentümer des Hauses oder der Wohnung meldet und die Kündigung erklärt.
  • Die Kündigung muss, wenn der Mietvertrag auf mehrere Mieter ausgeschrieben ist, sich in der Regel (es kann Ausnahmen geben!) an alle Mieter richten und entsprechend adressiert sein.

Angabe der Wohnung, der Kündigungsgründe, der Frist

  • Die Kündigung muss die Mietsache, also die genaue Bezeichnung Ihrer Wohnung oder den Mietvertrag angeben.
  • In dem Kündigungsschreiben selbst müssen die Kündigungsgründe genannt sein.
  • Es muss klar mitgeteilt sein, ob eine fristlose Kündigung gewollt ist (also eine sofortige Räumung), oder zu welcher Frist der Mietvertrag beendet werden soll.

Wichtig ist, wann Ihnen die Kündigung zugestellt wurde. Heben Sie deshalb den Briefumschlag auf, in dem die Kündigung war.

Hinweis


Wenn Sie eine Kündigung erhalten, sollten Sie sofort fachkundigen Rat in Anspruch nehmen. Überlegen Sie aber auch, ob sich vielleicht Vorteile für Sie ergeben könnten, die Wohnung bei dieser Gelegenheit aufzugeben.
Zum Beispiel, wenn Ihnen der Vermieter eine ordentliche Abfindung anbietet kann ein Aufhebungsvertrag in Frage kommen: 
Mietaufhebungsvereinbarung, Mietaufhebungsvertrag abschließen  

Eine Vermieterkündigung gibt Ihnen hier vielleicht besondere Möglichkeiten - vorausgesetzt, Sie können mit Sicherheit eine andere Wohnung finden.



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