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Mietwohnung, Mietvertrag wurde durch den Verwalter gekündigt

Für den Vermieter kann ein von ihm bestellter Verwalter oder eine Verwaltungsgesellschaft die Mietwohnung kündigen. Die Verwaltung muss allerdings mit der Übersendung der Kündigung eine Originalvollmacht des Vermieters vorlegen.

Gekündigter Mietvertrag durch Hausverwalter - Vollmacht des Eigentümers, Vermieters fehlt

Ist dem Schreiben keine Vollmacht beigefügt, dann können Sie die Kündigung schriftlich als „formunwirksam wegen Verstoß gegen §174 BGBzurückweisen

  • Dies müssen Sie allerdings unverzüglich tun:  Vollmachtsrüge 
  • Allerdings: Wenn Ihnen schon vorher ausreichende Originalvollmachten vorgelegt worden sind, ist eine solche Zurückweisung vielleicht wirkungslos.

Hinweis


Wenn Sie eine Kündigung von der Verwaltung erhalten, sollten Sie sofort fachkundigen Rat in Anspruch nehmen, damit die Kündigung, wenn es nicht ausnahmswese sinnvoll ist, das zu ignorieren, unverzüglich zurückgewiesen werden kann.

Besonderheiten für vorzulegende ausreichende Vollmacht des Verwalters

  • Wenn ein neuer Eigentümer auf Vermieterseite vorhanden sein soll,
  • mehrere Personen auf Vermieterseite stehen (dann müssen entweder alle Vermieter die Vollmacht unterschrieben haben, oder für diejenigen, die nicht selbst unterschreiben, muss eine Vollmacht auf den Unterzeichner vorgelegt werden)
  • oder eine Gesellschaft Vermieter ist (nur derjenige, der die Gesellschaft vertreten darf, kann wirksam eine Vollmacht erteilen).

Auch der Verwalter muss selbstverständlich die formellen Anforderungen an eine Kündigung einhalten. 

  • Ist die Verwaltung eine Gesellschaft, dann darf wiederum nur ein Vertretungsberechtigter dieser Gesellschaft unterschreiben.

Hinweis

Allerdings sollte man sich nicht allein darauf verlassen, dass die Kündigung formell unwirksam ist. 

Prüfen Sie mit Hilfe anwaltlicher Beratung sofort, ob Sie gegen die Kündigung auch inhaltlich vorgehen müssen, insbesondere einen Kündigungswiderspruch erheben. 


Wenn wegen Mietrückständen gekündigt wird, kann es sinnvoll sein, sofort die geforderten Beträge jedenfalls soweit - wenn nötig unter Vorbehalt - zu bezahlen, dass für eine erneute (womöglich formwirksame) Kündigung kein Grund mehr besteht.

Lassen Sie sich jedenfalls sofort fachlich beraten!

 



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