Logo

Störung des Hausfriedens - Kündigungsgrund für Mietvertrag

In manchen Fällen kann eine massive Störung des Hausfriedens durch den Mieter (auch durch einen Untermieter) ein Grund für eine fristlose Kündigung oder ordentliche Kündigung des Vermieters sein.

Hinweis


Fast immer setzt eine Kündigung voraus, dass zuvor eine Abmahnung des Vermieters gekommen ist, mit der Aufforderung, die Störungen abzustellen: 
Abmahnung des Vermieters - welche Folgen kann sie haben? 

Beispiele Hausfriedensstörungen - Fälle, in denen Gerichte eine Kündigung für zulässig hielten

Einen solchen Kündigungsgrund haben Gerichte zum Beispiel bei folgenden Hausfriedensstörungen angenommen:

Beispiele


  • Laute handgreifliche Auseinandersetzungen zwischen Mietern einer Wohnung, die mehrfach zu Polizeieinsätzen geführt hatten
    Gemeinsamer Mietvertrag - Ein Mieter stört Hausfrieden, Kündigung 
  • Belästigungen und Bedrohungen von anderen Mietern durch einen alkoholkranken Mieter
  • Tätliche Angriffe gegen ander Mieter
  • Androhung von Gewalttätigkeiten: 
    Pöbelei und Bedrohung durch Mieter - Kündigung Mietvertrag 
  • Lagerung von großen Mengen von Müll, Matratzen, Einkaufswagen und anderem Gerümpel auf Gemeinschaftsflächen innerhalb und außerhalb des Hauses durch einen psychisch kranken Mieter
  • häufige und intensive Störungen der Nachtruhe durch laute Musik und andere Geräusche eines psychisch kranken Mieters
  • Drogenhandel aus der Wohnung heraus
Hinweis


Die Entscheidung, welches Verhalten eine fristlose oder fristgemäße Kündigung des Mietvertrages rechtfertigt, wie weit es auf Verschulden des Mieters ankommt, wie weit auf krankheitsbedingte Ausfälle eines Mieters Rücksicht genommen werden muss, wo es für Vermieter und Nachbarn unzumutbar wird, ist immer eine Frage des Einzelfalles.


Redaktion


Hinweis

Durch Klick auf einen Tag erhalten Sie Inhalte zum Stichwort: