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Überbelegung der Wohnung als Kündigungsgrund für Vermieter

Die Überbelegung einer Wohnung kann in seltenen Fällen einen Grund für den Vermieter bilden, das Mietverhältnis zu kündigen.

Grundsätzlich hat jeder Mieter das Recht, nahe Familienangehörige in seine Wohnung aufzunehmen. Gleichzeitig ist der Mieter aber auch verpflichtet, die Wohnung vertragsgemäß zu nutzen. Wenn eine Wohnung durch zuviele Bewohner genutzt wird, spricht man von Überbelegung.

Überbelegung kann vom Vermieter als Grund für eine Kündigung des Mietvertrages verwendet werden, und zwar für eine ordentliche (fristgemäße) Kündigung, möglicherweise sogar für eine fristlose Kündigung

Überbelegung allein ist kein Kündigungsgrund für den Mietvertrag

Die Überbelegung allein reicht aber nicht aus, um den Vermieter zur Kündigung zu berechtigen.

  • Die Rechtsprechung verlangt, dass in einem solchen Fall zusätzlich die Rechte des Vermieters durch die Überbelegung erheblich verletzt sein müssen; auch eine weit überdurchschnittliche Abnutzung der Wohnung infolge der hohen Bewohnerzahl ist für sich genommen noch kein Kündigungsgrund.

Prüfung des Einzelfalls - Grund zur Kündigung der Wohnung bei Überbelegung ausreichend?

Es kommt dann genau auf Einzelheiten an, zum Beispiel wie die Wohnung ausgestattet und zugeschnitten ist, wie der Mietvertrag sich zur Durchführung der Schönheitsreparaturen verhält, welches das Alter und die Lebensgewohnheiten der Bewohner sind, und wie die Zusammensetzung der Hausbewohner im übrigen ist und ob diese gestört werden. Es kann auch eine Rolle spielen, ob Erwachsene hinzugezogen sind oder die Wohnung durch die Geburt von Kindern überbelegt worden ist.

Hinweis

Wenn Sie wegen Überbelegung abgemahnt werden oder Ihnen gar deswegen gekündigt wird, lassen Sie sich sofort sachkundig beraten!

 


Redaktion

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