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Mieterhöhung - Vermieter will die Miete für die Wohnung erhöhen

Die einseitige Erhöhung der Miete durch den Vermieter ist nur in besonderen Fällen möglich.

Das geltende Mietrecht sieht vor, dass die Miethöhe durch Vereinbarung der Mietvertragsparteien und die Marktmiete bestimmt wird, die sogenannte ortsübliche Vergleichsmiete: 
Was ist die ortsübliche Vergleichsmiete? 

Tipp


Haben Sie eine Mieterhöhung bekommen, dann sollten Sie diese fachlich überprüfen lassen. 
​​​​​​​Mieterhöhung auf Vergleichsmiete - Formelle Anforderungen 

Will der Vermieter im laufenden Mietverhältnis die Miete erhöhen, dann muss er die Zustimmung zu einer Erhöhung verlangen: 
Vermieter will Miete erhöhen - Zustimmung zur Mieterhöhung? 

Ist die ortsübliche Vergleichsmiete höher als die bisher gezahlte, und liegen weitere Voraussetzungen vor, dann hat der Vermieter das Recht die Miete zu erhöhen und kann die Zustimmung zur Mieterhöhung verlangen.
Zustimmung Mieterhöhung - Überlegungsfrist, wie viel Zeit für Mieter?  

Mieter verweigert die Zustimmung zur Mieterhöhung für die Wohnung - Zustimmungsklage

Weigert sich der Mieter, dann kann er zur Zustimmung verurteilt werden, wenn das Gericht die Erhöhung als richtig beurteilt: 
Zustimmungsklage - Mieterhöhung auf ortsübliche Vergleichsmiete 

Hinweis


In der Mieterhöhungserklärung muss der jeweilige Grund der Mieterhöhung nachvollziehbar begründet sein.

Einseitige Mieterhöhung für die Mietwohnung durch den Vermieter 

Ist eine Staffelmiete wirksam vereinbart, dann bedarf es gar keiner Erhöhungsmitteilung:
Bei einer Staffelmiete - Mieterhöhung ohne besondere Mitteilung.

Einseitige Mieterhöhungen des Vermieters auch ohne Zustimmung des Mieters möglich

In drei Fällen lässt das Mietrecht zu, dass der Vermieter durch einseitige Erklärungen, ohne Zustimmung des Mieters, die Miete erhöht:

  • Indexmiete: Wenn eine Indexmiete mietvertraglich wirksam vereinbart ist, so dass eine Veränderung der allgemeinen Lebenshaltungskosten zu einer entsprechenden Veränderung der Miete führen soll, dann muss der Vermieter durch schriftliche Erklärung mitteilen, um wie viel sich die Miete erhöht.
  • Modernisierungsmieterhöhung: Das Gesetz gewährt dem Vermieter ein einseitiges Mieterhöhungsrecht auch im Fall der Modernisierung:
    Durch Mieterhöhungserklärung darf der Vermieter die Modernisierungskosten nach einem festgelegten Schlüssel als monatliche Mieterhöhung umlegen, ohne Rücksicht darauf, ob die ortsübliche Vergleichsmiete dem entspricht oder nicht: 
    Mieterhöhung wegen Modernisierung - Berechnung der Umlage  
  • Mieterhöhung im preisgebundenen Wohnraum: Im Preisgebundenen Wohnraum werden Veränderungen der Miete meist durch einseitige Mieterhöhung des Vermieters herbeigeführt:  
    Was ist preisgebundener Wohnraum?  
Hinweis


Auch eine einseitige Mieterhöhung kann durch Gerichte überprüft werden, aber erst nachträglich: 
Modernisierungsumlage, Mieterhöhung - Mieter kann Belege prüfen 

Wenn das Gericht am Ende die Mieterhöhung doch für wirksam hält, Sie aber nicht gezahlt haben, dann sind Mietrückstände aufgelaufen. Es empfiehlt sich daher, solche Beträge erst einmal zu zahlen, aber unter Rückforderungsvorbehalt: 
Zahlung unter Vorbehalt - Rückforderungsvorbehalt erklären 

Zahlen Sie die geforderte Mieterhöhung nicht, dann kann, wenn ein Gericht die Erhöhung als zulässig beurteilt, ein Risiko für die Kündigung des Mietvertrages entstehen, da durch die Nichtzahlung Mietrückstände auflaufen, die dann Mietschulden sind: 
Kündigung Mietvertrag wegen Mietschulden, Zahlungsrückstand 



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