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Angst vor Nachbarn - Vermieter macht nichts, ist untätig

Kommt es zu Lärm- oder Geruchsbelästigung oder zu Verstößen gegen die Hausordnung oder sonstigen Störungen durch einen Nachbarn, haben Sie ein Recht auf das Einschreiten Ihres Vermieters.

Belästigung, Störungen - Vermieter hat für störungsfreie Nutzung der Wohnung zu sorgen

Er ist verpflichtet, Ihnen einen störungsfreien Zustand der Mietsache zu gewähren. Schwieriger ist die Frage, ob körperliche Übergriffe, Bedrohungen und Beleidigungen durch einen Mitmieter den Vermieter zum Einschreiten verpflichten können und den Mieter zur Minderung berechtigen.

  • Dies ist nach der Rechtsprechung grundsätzlich möglich, jedenfalls dann, wenn die Störung von so hoher Intensität und Häufigkeit ist, dass man die Wohnung nicht mehr angstfrei aufsuchen und verlassen kann.
  • Kleinliches Gezänk und Unhöflichkeiten, wie auch einmalige Bedrohungen und Beleidigungen lösen einen zur Minderung berechtigenden Mangel hingegen nicht aus.
Tipp

Dokumentieren Sie die Störungen in geeigneter Form z.B. in einem Lärmprotokoll und teilen Sie diese dem Vermieter mit: 
Mangel mitteilen, Mietminderung und Ansprüche geltend machen 

Macht er nichts, können Sie die Miete angemessen mindern: 
Mietminderung wegen Mängeln, was beachten? 

Sie haben ein Recht darauf, dass der Vermieter die verschiedenen Interessenlagen sorgfältig gegeneinander abwägt und den störenden Mieter gegebenenfalls abmahnt und notfalls kündigt, jedenfalls nicht untätig ist:

Bei gegenseitigen Schuldvorwürfen müssen Ihre Nachweise erkennen lassen, wer der Hauptverantwortliche für den Streit oder die Beleidigungen ist.


Frauke Roßmann, Rechtsanwältin
10967 Berlin
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