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Schwerwiegende Vertragsverletzung - Vermieter kann fristlos kündigen

Recht zur außerordentlichen fristlosen Kündigung: Der Vermieter kann fristlos kündigen, wenn dem Mieter eine schwere Vertragsverletzung vorgeworfen werden kann. Eine außerordentliche fristlose Kündigung beendet — wenn sie wirksam ist — den Mietvertrag sofort.

Fristlose Kündigung durch den Vermieter - Fortsetzung des Mietvertrags muss unzumutbar sein

Das Gesetz nennt als Voraussetzung für eine fristlose Kündigung des Vermieters, dass dem Vermieter unzumutbar sein muss, das Vertragsverhältnis weiter aufrecht zu erhalten. Das Gesetz nennt insbesondere folgende Kündigungsgründe:

Vermieter muss bei einer fristlosen Kündigung des Mietvertrags Formvorschriften einhalten

Eine fristlose Kündigung muss alle Formvorschriften für Kündigungen einhalten. Darüber hinaus muss in der Kündigung ausdrücklich stehen, dass eine außerordentliche Kündigung oder eine fristlose Kündigung ausgesprochen wird.

Der Kündigungsgrund muss in dem Kündigungsschreiben klar und nachvollziehbar angegeben sein.

  • Eine fristlose Kündigung wegen Mietschulden (Zahlungsverzug) ist ohne vorherige Mahnung oder Abmahnung möglich.
  • Will der Vermieter die außerordentliche Kündigung auf andere Vertragsverletzung stützen, muss er grundsätzlich (es gibt Ausnahmen!) vorher das vertragswidrige Verhalten abmahnen.

Kündigungsfolgen einer fristlosen Kündigung des Mietvertrags

Wenn die Kündigung berechtigt ist, beendet sie den Mietvertrag sofort, und der Mieter muss eigentlich die Wohnung sofort räumen und herausgeben. Allerdings kann auch in einer solchen außerordentlichen Kündigung dem Mieter eine Frist gelassen werden, so dass der Vermieter erst nach deren Ablauf die Rückgabe der Wohnung erwartet.

Obwohl eine wirksame fristlose Kündigung den Mietvertrag sofort beendet, darf der Vermieter aber nicht selbst den Mieter auf die Straße setzen oder ihm den Zutritt zum Haus oder zur Wohnung verweigern. Er muss zunächst eine Räumungsklage beim Amtsgericht einreichen und ein entsprechendes Räumungsurteil bekommen.

  • Bei Erhalt einer fristlosen Kündigung sollten Sie sofort fachkundige Beratung in Anspruch nehmen!
  • Es kann sein, dass Sie umgehend eine Vollmachtsrüge erheben müssen.
Hinweis

Wenn die Kündigung berechtigt ist (was man vielleicht erst am Ende eines Prozesses weiß), ist die Mietpartei verpflichtet, außer den Prozesskosten auch für die weitere Nutzung eine Nutzungsentschädigung zu zahlen, es kann auch eine Verpflichtung zum Schadenersatz in Betracht kommen.



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