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Fristlose Kündigung unwirksam machen - Mietschulden bezahlen

Wenn Sie wegen Mietrückständen eine fristlose Kündigung erhalten haben, können Sie diese Kündigung dadurch unwirksam machen, dass Sie an den Vermieter die Mietschulden, den (angeblichen) Mietrückstand bezahlen: 
Miete nicht bezahlt, Mietschulden - Fristlose Kündigung Mietvertrag 

Es gelten aber wichtige Voraussetzungen:

  • Abwendungsfrist: Spätestens wenn Ihnen die Räumungsklage des Vermieters wegen dieser Kündigung zugestellt ist, müssen Sie sich dringlich darum kümmern.
  • Von nun an muss spätestens bis zum Ablauf von zwei Monaten der gesamte Mietrückstand bezahlt sein. Das heißt, Sie müssen sehr sorgfältig prüfen, ob etwa noch Mietrückstände offen sind, die der Vermieter im Kündigungsschreiben gar nicht erwähnt.
  • Es dürfen auch bis zur abschließenden Entscheidung der Gerichte über die Räumungsklage keine neuen Mietrückstände entstehen.
  • Das Abwendungsrecht besteht nicht, wenn Ihnen dasselbe schon einmal passiert ist, Sie innerhalb der letzten zwei Jahre bereits einmal eine Kündigung durch Nachzahlung der Mietrückstände unwirksam gemacht haben.
  • ACHTUNG
    Die Abwendung macht nur die fristlose Kündigung unwirksam. Hat der Vermieter zugleich oder zusätzlich eine ordentliche Kündigung (mit Kündigungsfrist) ausgesprochen, dann wird diese durch die Abwendungszahlung nicht unwirksam! 
    Mietschulden - fristlose, fristgemäße Kündigung Mietvertrag möglich 

Es reicht auch aus, wenn sich eine öffentliche Stelle verpflichtet, die Mietrückstände zu bezahlen. Auch diese Verpflichtungserklärung muss aber innerhalb der zwei Monate nach Zustellung der Räumungsklage dem Vermieter vorliegen, z.B. :

Verpflichtungserklärung einer Behörde ​​​​​​​
JobCenter - Übernahme Mietschulden durch Verpflichtungserklärung 

Hinweis


Sie müssen mit der Abwendungszahlung nicht auf alle berechtigten Ansprüche verzichten.

Wenn Sie z.B. Minderungsansprüche haben, sollten Sie schriftlich einen Vorbehalt formulieren und an den Vermieter schicken, dann können Sie die nun aus Ihrer Sicht überzahlten Beträge zurück verlangen und ggf. - in dem anhängigen Prozess oder außerhalb - die Vermieterseite auf Rückzahlung verklagen.



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