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Vorgetäuschter Eigenbedarf - Schadenersatzanspruch des Mieters

Ein vorgetäuschter Eigenbedarf des Vermieters kann einen Schadenersatzanspruch des Mieters begründen.

Zieht ein Mieter auf Grund einer Kündigung des Vermieters wegen eines in Wahrheit nicht bestehenden Eigenbedarfs aus, so kann der Mieter Schadenersatz geltend machen.

Schadenersatzanspruch bei vorgetäuschtem Eigenbedarf auch bei Einigung mit Vermieter

Der Schadensersatzanspruch wird auch nicht unbedingt dadurch ausgeschlossen, dass sich Mieter und Vermieter - außergerichtlich - auf eine einvernehmliche Beendigung des Mietverhältnisses geeinigt haben, wenn die Einigung und das Ausziehen in direktem Zusammenhang mit der Eigenbedarfskündigung stehen. 

  • Maßgeblich ist, dass der Mieter die Eigenbedarfskündigung für richtig halten konnte, keinen Zweifel an den Angaben des Vermieters hatte. 

Eigenbedarf vorgetäuscht - Schadenersatz als Mieter fordern

  • Räumt der Mieter deshalb die Wohnung, und stellt sich heraus, dass der Vermieter die Angaben vorgetäuscht hat, so sind dem Mieter die durch den Umzug entstandenen Kosten zu erstatten ggf. auch eine höhere Mietbelastung in der neuen Wohnung.
  • Weitere Einzelheiten und Beispiele zu möglichen Schadenersatzansprüchen.  
  • Die Berechnung eines möglichen Schadenersatzsanspruches wegen vorgetäuschtem Eigenbedarf ist in der Regel ohne eine rechtliche Beratung nicht möglich.
Hinweis


Achtung: Zieht ein Mieter im Zusammenhang mit der Eigenbedarfskündigung aus der Wohnung und wird ein Vergleich mit einer Ausgleichszahlung mit dem Vermieter geschlossen, obwohl der Mieter begründete Zweifel am Eigenbedarf hatte, dann ist es auch möglich, dass kein weiterer Schadenersatzanspruch bestehen kann. 

Gerichte müssen in einem solchen Fall den Sachverhalt aber sehr genau prüfen!


Redaktion


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