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Kündigung Mietvertrag wegen Mietschulden, Zahlungsrückstand

Wenn der Vermieter die Miete nicht in voller Höhe und pünktlich bekommt, kann er aufgrund des aktuellen Zahlungsrückstands (Mietschulden) wegen Vertragsverletzung den Mietvertrag kündigen.

Der Vermieter hat grundsätzlich Anspruch darauf, dass er jeden Monat die volle Miete erhält, und zwar zur festgelegten Fälligkeit. Die Miete ist - wenn nicht ausdrücklich und nachweisbar etwas anderes vereinbart ist - , jeweils zu Beginn des Monats im Voraus bis zum 3. Werktag zu zahlen. Das bedeutet, dass spätestens an diesem Tag Ihre Zahlung beim Vermieter ankommen muss.

Tipp

Wenn Sie am dritten Werktag des Monats merken, dass die Miete noch nicht bezahlt ist, kann es sinnvoll sein, die Miete durch Bareinzahlung bei der Bank des Vermieters einzuzahlen.

Bei Mietrückstand von mehr als einer Monatsmiete kann Vermieter bereits kündigen

Haben Sie - z.B. wegen Mietminderung - aus Sicht des Vermieters Rückstände von mehr als einer Monatsmiete, dann kann der Vermieter - ohne vorherige Abmahnung - eine ordentliche Kündigung - also mit der gesetzlichen und vertraglichen Kündigungsfrist - aussprechen.

Bei Rückstand von zwei Monatsmieten fristlose Kündigung des Mietvertrags möglich

Haben Sie aus Sicht des Vermieters Rückstände von zwei Monatsmieten, dann kann der Vermieter sogar fristlos kündigen.

Zu einem entsprechenden Rückstand kann es z.B. dadurch kommen, dass aus früheren Monaten ein Rückstand aufgelaufen ist, und dann die aktuelle Miete nicht pünktlich bezahlt wird.

Was kann man gegen die fristlose Kündigung des Mietvertrags wegen Zahlungsrückstand tun?

  • Eine fristlose Kündigung kann - wenn dasselbe nicht innerhalb der letzten zwei Jahre schon einmal vorgekommen ist - durch Nachzahlung des Mietrückstands - Abwendungszahlung - unwirksam gemacht werden.
  • Bei der ordentlichen Kündigung, also der fristgemäßen Kündigung zum Ende der gesetzlichen oder vertraglichen Kündigungsfrist besteht diese Möglichkeit nach Ansicht des Bundesgerichtshofs nicht.
Hinweis

Kommt es zum Prozess über die Kündigung des Vermieters, dann müssen Sie als Mieterin oder Mieter nachweisen, dass in Wahrheit ein Mietrückstand nicht bestand, z.B. weil Sie in dieser Höhe die Miete mindern durften. Ist aber das Gericht der Meinung, Sie hätten doch mehr zahlen müssen, kann die Kündigung wirksam sein.

Nehmen Sie daher, wenn Sie weniger zahlen, als Sie nach dem letzten Stand des Vertrages zahlen müssen, am besten sofort fachkundige Beratung in Anspruch.



Redaktion

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