Logo

Kündigung des Vermieters wegen unpünktlicher Mietzahlung

Der Vermieter hat einen Anspruch darauf, dass die Miete pünktlich gezahlt wird, und zwar - wenn nicht ausdrücklich und nachweisbar etwas anderes vereinbart ist - zu Beginn des jeweiligen Monats im Voraus.

Bis wann muss die Zahlung der Miete an den Vermieter erfolgen?

  • Die Mietzahlung muss spätestens am 3. Werktag eines Monats bei der Bank in Auftrag gegeben sein, das Konto muss ausreichendes Guthaben aufweisen:  Bis wann ist die laufende Miete monatlich zu zahlen? 
  • Wenn im Mietvertrag z.B. vereinbart wäre, dass die Miete zum 15. jeden Monats fällig ist, dann würde eine solche Regelung gelten. 

Viele Mieter bekommen ihren Lohn / ihr Gehalt erst in der Mitte des Monats, oder noch später. Man könnte auf die Idee kommen, es sei doch egal, wann im Verlauf eines Monats der Vermieter die Miete bekommt. Gesetz und Rechtsprechung sind hier aber sehr streng. 

Die Miete muss pünktlich beim Vermieter eingehen, auf dem Konto sein

Die Miete muss immer rechtzeitig an den Vermieter gezahlt werden. Selbst wenn Sie als Mieterin oder Mieter zum Monatswechsel krank sind, wird erwartet, dass Sie für die pünktliche Mietzahlung sorgen. Auch wenn Sie also unter dem Strich die Miete immer in dem jeweiligen Monat bezahlt haben, kann Unpünktlichkeit der Zahlung zum Risiko einer Kündigung führen.

Was ist, wenn der Vermieter bisher keine rechtzeitige Zahlung der Miete gefordert hat?

  • Es spielt keine Rolle, ob der Vermieter bisher - vielleicht sogar jahrelang - eine abweichende Zahlungsweise akzeptiert hat.
  • Wenn der Vermieter Sie auffordert, künftig die Miete pünktlich zu zahlen, dann bringt er damit zum Ausdruck, dass er Ihr Zahlungsverhalten als Vertragsverletzung ansieht. Sein Schreiben stellt eine Abmahnung dar.
    Auch wenn Sie das unfair finden, vielleicht sogar mündlich dies mit dem Vermieter vereinbart haben, aber dies nicht beweisen können: Sie müssen dann alles tun, dass künftig jede Mietzahlung spätestens am 3. Werktag bei Ihrer Bank in Auftrag gegeben wird, das Konto für die Überweisung der Miete ein ausreichendes Guthaben aufweist.
  • Der Vermieter kann nach einer Abmahnung jede Zahlungsunpünktlichkeit zum Anlass nehmen, eine Kündigung auszusprechen.
Hinweis

Wenn noch Zahlungsrückstände aus früheren Monaten - z.B. wegen Mietminderung oder wegen Zurückbehaltung der Miete oder einer Aufrechnung - hinzukommen, kann eine geringfügige Verzögerung sogar zu einer fristlosen Kündigung führen.

Spielen andere Mietrückstände keine Rolle, dann ist meist nur eine ordentliche Kündigung - also mit der entsprechenden Kündigungsfrist - möglich. 

  • Diese ordentliche Kündigung ist aber oft gefährlich, denn sie kann häufig nur sehr schwer abgewehrt werden.

Hinweis

Wenn der Vermieter eine Abmahnung schickt, die pünktliche Mietzahlung verlangt, so müssen Sie davon ausgehen, dass bei einem weiteren Nichtbeachten der Abmahnung, wenn das Verhalten nicht berechtigt ist, eine Kündigung des Mietvertrags möglich ist. 
Lassen Sie sich frühzeitig fachkundig beraten, und stellen Sie sicher, dass die Mietzahlung immer pünktlich beim Vermieter eingeht!


Redaktion


Hinweis

Durch Klick auf einen Tag erhalten Sie Inhalte zum Stichwort: