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Herd nicht benutzbar, kochen nicht möglich - Mietminderung

Fällt in der Mietwohnung die Kochmöglichkeit völlig aus, kann eine beträchtliche Mietminderung gerechtfertigt sein.

Kochen in der Wohnung muss für Mieter möglich sein

Zur Benutzbarkeit einer Wohnung gehört grundsätzlich, dass dort das Kochen möglich ist. Kochen ist ein Grundbedürfnis. Nicht immer ist ein Kochherd, Küchenherd mitvermietet -

  • es muss dann aber die Möglichkeit bestehen, einen Herd anzuschließen.
Hinweis

In manchen Regionen ist es üblich, dass Wohnungen von vornherein ohne Herd vermietet werden, der Mieter selbst einen Herd mitbringen, kaufen muss.

Wenn ein Herd mitvermietet ist, bei Übergabe der Wohnung ein Herd vorhanden war, der nicht ausdrücklich von der Vermietung ausgeschlossen wurde, dann muss der Vermieter dafür sorgen, dass der Herd auch benutzbar ist. Das gehört zur gesetzlichen Instandhaltungspflicht.

Herd in der Mietwohnung ist nicht benutzbar oder kaputt - dies ist ein Mangel

Ist der Herd mitvermietet, aber nicht (oder nur eingeschränkt) benutzbart, dann liegt ein Mangel vor, der auch zur Mietminderung berechtigt.

  • Achten Sie darauf, dass Sie beweisen können, von wann bis wann der Kochherd ausgefallen war oder nur teilweise funktionierte. Gibt es Zeugen, die das bestätigen können?

Mietminderung bei Ausfall des Küchenherds als Mieter durchsetzen

Einzelne Amtsgerichte haben hohe Mietminderung anerkannt, wenn in der Wohnung nicht mehr gekocht werden konnte.

Hinweis

Ob Ihre Mietminderung berechtigt ist und in welcher Höhe, erfahren Sie womöglich erst am Ende eines Prozesses. Es besteht daher ein Kündigungsrisiko, wenn Sie einfach Miete einbehalten. Denn wenn am Ende das Gericht zu einer für Sie ungünstigeren Bewertung kommt, sind Mietrückstände aufgelaufen. Grundsätzlich ist es besser, die Miete erst einmal unter Vorbehalt zu zahlen und dann zurückzufordern.

 


Redaktion


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